Erste SPD-Vorsitzende in der Geschichte des Bonner Integrationsrates

Veröffentlicht am 26.02.2021 in Kommunalpolitik

Der neue Integrationsrat hat sich am 25.02.21 konstituiert. Die SPD hatte bei der Wahl des Integrationsrates das beste Stimmergebnis und stellt mit sechs Mitgliedern die stärkste Fraktion der direkt gewählten Mitglieder in diesem Gremium.

Binnaz Öztoprak, Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Bonn
Binnaz Öztoprak
Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Bonn

Erwartungsgemäß hat nun die ehemalige Stadtverordnete, Binnaz Öztoprak, den langjährigen Vorsitzenden abgelöst. Öztoprak stammt gebürtig aus Samsun/Carsamba in der Türkei, sie ist Dipl. Wirtschaftsinformatikerin und arbeitet bei der Deutschen Telekom.

Ihre Ziele für den Integrationsrat sind, die sozialen Interessen der Menschen mit Einwanderungsgeschichte zu vertreten und ihrer Stimme Gewicht zu verleihen. „Wir werden uns dafür einsetzen, die kulturelle Vielfalt in der internationalen UN-Stadt Bonn aktiv zu gestalten, echte Chancengleichheit herzustellen, Diskriminierung abzubauen und das Zusammenleben und den Zusammenhalt in Bonn zu fördern.”

Der Fokus im Integrationsrat müsse darauf liegen, konkret die Lebensbedingungen der Menschen in Bonn zu verbessern: “Arbeit, Wohnen, Bildung – das sind zentrale gesellschaftliche Bereiche, in denen Menschen mit Einwanderungsgeschichte immer noch strukturell benachteiligt sind. Gerade jetzt in der Pandemie verschärft sich die soziale Ungleichheit noch – vor allem bei Kindern und Jugendlichen im Bildungswesen. Da brauchen wir soziale Antworten.” Es bedarf noch mehr zielgerichteter Förderangebote für Jugendliche und Familien, aber auch für ältere Menschen um Bereich der interkulturellen Pflege, sowie Sprach- und Qualifizierungsangebote und soziale Projekte in den Stadtteilen, gemeinsam mit den Vereinen und Initiativen, die das interkulturelle Zusammenleben vor Ort fördern“, so Öztoprak.

Das Engagement für Demokratie und gegen Antisemitismus, Rassismus, religiösen Extremismus und Rechtsextremismus gelte es zu intensivieren: “Es darf nicht sein, dass Menschen, auch in Bonn, wegen ihrer Herkunft, des Glaubens oder der Hautfarbe ausgegrenzt und diskriminiert werden. Dem werden wir als Integrationsrat entschieden entgegentreten”, betont Öztoprak. Ein wichtiger Schritt sei es auch, die interkulturelle Öffnung der Verwaltung weiter voranzubringen.

Die gewählten Vertreter*innen im Integrationsrat sind das Sprachrohr in die Gremien des Stadtrates und in die Stadtgesellschaft hinein. Sie haben die Möglichkeit und die Pflicht, den Anliegen von Migrantinnen und Migranten Gewicht zu verleihen. „Diese Aufgaben können wir nur Gemeinsam als Integrationsrats-Team schaffen. Ich bin sehr zufrieden, dass nun eine Frau dem Bonner Integrationsrat vorsteht, bisher war dies immer ein Mann.

Das ist auch ein wichtiges Signal für nicht deutschstämmige Frauen, selbstbewusst andere Rollen wahrzunehmen, als die vermeintlich „historisch“ vorgegebenen. Ich bin bereit die Aufgabe zu übernehmen,“ macht Öztoprak deutlich.  Sie freut sich sehr auf die zukünftige Arbeit für die Bonnerinnen und Bonner mit Migrationshintergrund, Brücken bauen zwischen den Kulturen ist ihr ein großes Anliegen.

Ilayda Maru, zweite stellvertretende Vorsitzende
Ilayda Maru
zweite stellvertretende Vorsitzende

Zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Ilayda Maru, SPD, gewählt. Mit 21 Jahren ist sie die das zweitjüngste Mitglied im Integrationsrat. Motto der Gesundheit-& Kinderkrankenpflege Auszubildenden ist: Der beste Weg die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten. Ihr Ziel ist eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und mit gleichen Chancen für ausnahmslos Alle.

 

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