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Binnaz Öztoprak. Ihre Stadtverordnete im Rat der Stadt Bonn

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Binnaz Öztoprak. Ihre Stadtverordnete für Bonn

Fauler Kompromiss – Die Kaiserstraße wird nicht zum Königsweg

Kommunalpolitik

Die SPD-Fraktion hält in der Ratssitzung am 4.7.2019 gefassten Beschlüsse zur zukünftigen Verkehrsführung auf der Kaiserstraße für unsinnig.

Dr. Helmut Redeker, planungspolitischer Sprecher der Fraktion, ergänzt: „Die nun auf Betreiben der Grünen beschlossene Variante, die den Autoverkehr über die Kaiserstraße in die Stadt hineinführt, ihn aber dann, damit nicht allzu sehr gerast werden kann, über einen Schlenker durch die Nassestraße über die Lennéstraße in die Fritz-Tillmann-Straße zwingt, ist eine Katastrophe: Denn nun wird nicht die Innenstadt vom Autoverkehr entlastet, sondern die umliegenden Wohnviertel der Südstadt werden zusätzlich belastet. Durch die neue Führung des erweiterten Cityrings werden damit künftig Teile der Südstadt praktisch zur Hauptverkehrszone. Dieser Unsinn führt außerdem dazu, dass Kinder und Studierende gefährdet werden, denn im genannten Bereich befinden sich mit Münsterschule, zugehöriger OGS und der Mensa der Universität gleich mehrere Gebäude, um die herum naturgemäß viel Rad- und Fußverkehr stattfindet. Ob eine solche Verkehrsführung durch die als Fahrradstraße ausgewiesene Nassestraße überhaupt rechtmäßig ist, bezweifle ich sehr. Das ganze stinkt zum Himmel und sollte keinesfalls in die Tat umgesetzt werden!“

Gabi Mayer, verkehrspolitische Sprecherin, erklärt: „Die zukünftige Verkehrsführung auf der Kaiserstraße ist völlig falsch, rückwärtsgewandt und vor allem gefährlich. Statt Busse pünktlicher und Radfahren sicherer zu machen, herrscht hier in Bonn Vorfahrt für die Autos. Die beschlossene Verkehrswende wird so der Lächerlichkeit preisgegeben. Ich hoffe, dass die Verwaltung den Beschluss aufhält und der Ratskoalition aus CDU, FDP und Grünen signalisiert, dass dieser faule Kompromiss alle Grenzen überschreitet.“

 

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