5 Fragen an Binnaz

Binnaz Öztoprak

Binnaz Öztoprak ist Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Bonn. Sie lebt und arbeitet seit 20 Jahren in Bonn und ist verheiratet. Ehrenamtliches Engagement liegt ihr am Herzen, weshalb sie sich in der Gewerkschaft ver.di und für Mieterfragen engagiert und die AWO unterstützt.

Wir haben Binnaz fünf Fragen gestellt – zum Einfluss der Kommunalpolitik, zu den Mieten in Bonn und zur Bildung.

 

Was ist Dir wichtig in der Kommunalpolitik?

 

Die Kommunalpolitik hat direkten Einfluss auf das Leben zahlreicher Menschen. Ich bringe mich seit 2014 in den städtischen Gremien ein, von 2014 bis 2020 als Stadtverordnete im Stadtrat und in den Ausschüssen, um Bonn voran zu bringen und das Leben der Menschen in unserer Stadt weiter zu verbessern.

 

Welches Thema liegt dir besonders am Herzen?

 

Mir liegen zwei Themen besonders am Herzen. Zum einen stehe ich dafür ein, dass alle Menschen sich eine Wohnung in Bonn leisten können. Die Miete darf maximal 30 Prozent des Einkommens ausmachen. Das ist unser langfristiges Ziel. Wir wollen mehr öffentlich geförderten Wohnungsbau und damit wieder mehr geförderte Wohnungen zu erschwinglichen Mieten in Bonn.

Das Thema Bildung  ist mir besonders wichtig. Gute Bildung sichert die Zukunft. Das oberste bildungspolitische Ziel besteht darin, sozialen Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen und gleiche Chancen auf gute Bildung für alle zu verwirklichen.

Warum, ist ganz einfach: mit guter Bildung steigt die Chance auf einen guten Lebensunterhalt. Dies gilt für den Einzelnen wie für unsere gesamte Gesellschaft in der Stadt. Je mehr gute Einkommen wir erzielen, umso besser für unser aller Lebensumfeld. Deswegen werden wir als Stadt die nötigen Rahmenbedingungen für die beste Bildung in Bonn schaffen.

 

Was bedeutet Solidarität für dich?

 

Solidarität bedeutet für mich füreinander einzustehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Gerade in Zeiten von Corona zeigt sich, wie wichtig eine Gesellschaft ist, die aufeinander aufpasst und füreinander sorgt.

 

Wie bist du zur Politik und zur SPD gekommen?

 

Die SPD ist die einzige Partei in unserem Land, welche seit weit über 150 Jahren sozialdemokratische Politik macht. Hier bin ich politisch zu Hause und möchte dafür kämpfen, dass alle Menschen die gleichen Chancen haben.

 

Was ist deine Vision für unsere Stadt in fünf Jahren?

 

In fünf Jahren wird Bonn eine Stadt mit hoher Lebensqualität sein. Bonn wird für jeden etwas bieten. Das wirtschaftliche Umfeld bietet gute Voraussetzungen für gute neue Arbeitsplätze in unserer Stadt. Es werden mehr öffentlich geförderte Wohnungen in einem Umfeld mit reichlich Stadtgrün gebaut. Eine Wohnung in Bonn zu mieten wird wieder erschwinglicher sein.

Die Stadtteile sind mit Bus- und Bahnverbindungen besser angebunden. Die Kultureinrichtungen wie die renovierte Oper sind auch ohne Auto gut erreichbar. Der Einzelhandel und die Angebote des täglichen Bedarfs vor Ort werden gestärkt. Die Sport- und Freizeiteinrichtungen werden in Schuss gehalten, die ersten großen Baumaßnahmen zu unseren vorhandenen Schwimmbädern werden beendet sein.

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