Positionen: Verkehr

Kostenloser ÖPNV? Geht das? Wir packen‘s an!

Weniger Autos. Besseres Klima. Bus und Bahn attraktiv machen!


alternative Verkehrspolitik

Bonn steht still. Wer morgens auf der Reuterstraße oder der B56 unterwegs ist, wird das bestätigen. In den vergangenen zehn Jahren ist in der Bonner Verkehrspolitik nichts passiert. Wir wollen das ändern und dafür sorgen, dass Bonn nicht länger Stauhauptstadt bleibt. Doch das geht nur mit einem entschlossenen Umstieg weg vom Auto auf Bus, Bahn und Fahrrad. Als Stadt der Nachhaltigkeit wollen wir Vorreiter bei der Verkehrswende werden und das Auto als Hauptverkehrsmittel ablösen. Das Ziel, Fahrradhauptstadt 2020 zu werden, ist krachend gescheitert. Weiterhin wird das Auto in der Bonner Verkehrspolitik bevorzugt, während Bus und Bahn viel zu teuer und Fahrradfahren zu gefährlich sind. Der Verkehr wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Deswegen wollen wir den Kollaps verhindern und die Verkehrswende anpacken!


Ein zuverlässiges und attraktives Angebot bei Bus und Bahn


Bus und Bahn sind viel zu teuer in Bonn. Deswegen wollen wir die Preise senken und werden weitere Preiserhöhungen bei den Ticketpreisen ablehnen. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sollen kostenlos in Bonn unterwegs sein. Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung wollen wir Fahrten zu sehr günstigen Preisen anbieten. Das Ticketsystem in Bonn muss transparenter und einfacher werden. Langfristig wollen wir einen Nahverkehr, der durch Steuern und Bundes- und Landesmittel finanziert wird, sodass in Bonn niemand mehr ein Ticket lösen muss.
Bus und Bahn müssen komfortabler werden. Deswegen wollen wir Haltestellen mit digitalen Abfahrtsdisplays, einem beleuchteten Wetterschutz und Notrufsäulen ausstatten. Darüber hinaus wollen wir abends und nachts mehr Sicherheitspersonal einsetzen, damit sich in Bus und Bahn alle sicher fühlen können. Vor dem Hintergrund der heißeren Sommer wollen wir Klimaanlagen in Bus und Bahn zum Standard machen. Auch WLAN ist mehr als eine Übergangstechnologie und sollte im Jahr 2020 schon längst Standard sein. Wir packen das an!
Bonn lebt von seinen Stadtbezirken und seiner dezentralen Struktur. Das Busliniennetz muss sich dem anpassen. Der Hauptbahnhof als zentraler Knotenpunkt führt zu Verspätungen und Busausfällen und ist deshalb als solcher ungeeignet. Wir brauchen mehr dezentrale Knotenpunkte in den Stadtbezirken, damit der Bus schnell ohne große Umwege von A nach B kommt. Darüber hinaus müssen wir das Bonner Straßenbahnnetz ausbauen und eine Schienenverbindung in den Bonner Westen bis auf den Brüser Berg schaffen. Außerdem wollen wir weitere Stadtteile wie Friesdorf, Mehlem oder Buschdorf an das Straßen- und Stadtbahnnetz anbinden. Die Seilbahn von der rechten Rheinseite auf den Venusberg soll gebaut werden, um eine direkte Verbindung gerade für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikums zu schaffen.
Damit Busse pünktlicher werden, brauchen wir mehr Busspuren, damit der Bus am Stau vorbeifahren kann. Damit auch Pendlerinnen und Pendler das Auto stehen lassen können, wollen wir an den Stadträndern ähnlich wie in vielen niederländischen Städten große Park+Ride-Anlagen schaffen, die mit schnellen Busverbindungen gut an die Innenstadt angebunden sind.


Freie Fahrt für Fahrräder


Fahrradfahren in Bonn ist lebensgefährlich. Holprige Radwege oder gefährliche Strecken wie der Abschnitt auf dem Bertha-von-Suttner-Platz müssen der Vergangenheit angehören. Nicht zuletzt der Tod einer Radfahrerin im vergangenen Jahr sollte ein Signal sein, dass wir Radfahrerinnen und Radfahrer mehr schützen müssen! Deswegen unterstützen wir die Forderungen des Radentscheids Bonn und wollen diese zusammen mit den Initiatorinnen und Initiatoren umsetzen.
Wir wollen ein flächendeckendes Radwegenetz schaffen, so dass alle Stadtteile schnell und komfortabel mit dem Rad erreicht werden können. Wir setzen uns für eine Fahrradbrücke über den Rhein ein, damit beide Rheinufer gut erreichbar sind.
Fahrradwege müssen baulich getrennt vom Autoverkehr und von Gehwegen gebaut werden, damit sich niemand in die Quere kommt. Ebenso müssen Kreuzungen so gestaltet werden, dass Autos und Fahrräder getrennt voneinander unterwegs sind, um Abbiegeunfälle zu vermeiden. Das bedeutet auch, dass wir den verfügbaren Platz auf der Straße zu Lasten des Autos neu aufteilen müssen. Nur so können wir den Verkehrskollaps vermeiden.
Auch Fahrräder brauchen Parkplätze. Deswegen müssen an allen Bahnhöfen sowie an anderen zentralen Plätzen Fahrradparkplätze oder Fahrradparkhäuser einrichten. Wir wollen das Fahrradverleihsystem ausbauen, damit kurze Strecken auch ohne eigenes Fahrrad schnell bewältigt werden können.


Unsere Vision: Die autofreie Innenstadt


Unsere langfristige Vision ist eine autofreie Innenstadt. Wir wollen Wohnviertel und den Innenstadtbereich autofrei halten und den gewonnenen Platz Fahrrädern und Fußgängerinnen und Fußgängern zugutekommen lassen. Damit reduzieren wir die Abgase und den Lärm, damit Bonn weiterhin lebenswert bleibt. Kurzfristig wollen wir die Altstadt zum Modellquartier umwandeln und den Autoverkehr in den engen Straßen dort überflüssig machen, damit hier ein Fahrradquartier entstehen kann.

Fazit: Der Bonner Verkehr muss wieder ans Laufen gebracht werden!


Vor dem Hintergrund der Klimakrise müssen wir die Verkehrswende endlich anpacken. In den letzten zehn Jahren ist der Stau nur schlimmer geworden. Das muss sich ändern. Wir wollen dieses Projekt anpacken und Bus, Bahn und Fahrrad als bessere Alternative zum Auto ausbauen. Dadurch reduzieren wir den Ausstoß von Abgasen, die nicht nur dem Klima, sondern auch den Menschen schaden. Deswegen wollen wir mehr Radwege bauen und ein günstiges und komfortables Angebot bei Bus und Bahn schaffen!
Auch der Einzelhandel profitiert von einer abgas- und lärmfreien Innnenstadt, in der die Menschen gerne einkaufen gehen.
 

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