Positionen: Internationale Stadt mit Haltung

Vielfalt in Bonn

Internationale Stadt mit Haltung

Bonn ist als Standort der Vereinten Nationen sowie zahlreicher internationaler Wissenschaftsorganisationen und Unternehmen eine vielfältige und bunte Stadt. Hier trifft rheinische Gemütlichkeit auf internationales Flair. Für die Stadt und ihre Einwohnerinnen und Einwohner ist es eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht. Daher ist es unsere Aufgabe, die Standortqualität für Menschen aus der ganzen Welt aufrecht zu erhalten und fortlaufend zu verbessern. Das gilt für eine weltoffene Kultur vor Ort ebenso wie für die Bereitstellung notwendiger Infrastruktur und der Bekämpfung von Diskriminierung jedweder Art. Die internationalen Organisationen und ihre Beschäftigten stehen nicht am Rande, sondern inmitten unserer Gesellschaft und sie sollen aktiv in das Stadtleben eingebunden werden.

  • Die zahlreichen in Bonn ansässigen internationalen Organisationen und Verbände begreifen wir als Standortvorteil. Wir müssen die lokale Wirtschaft aber auch das soziale Leben stärker mit ihnen vernetzen und deren Expertise auch für unsere Stadt nutzen.
  • Internationalität bedeutet auch Verantwortung. Wir wollen, dass sich Menschen aus aller Welt bei uns wohlfühlen. Das beginnt bei mehrsprachigen Service- und Informationsangeboten der Verwaltung, einer aktiven städtischen Willkommenskultur und setzt sich fort bei einer gut ausgebauten Infrastruktur sowie Bildungs- und Betreuungs- und Freizeitangeboten.
  • Die UN-Stadt Bonn muss bei der Vergabe von Aufträgen zur Beschaffung von Gütern und Diensten konsequenter auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit achten.
  • Die Vielfalt Europas soll auch hier vor Ort spür- und erfahrbar sein. Wir setzen dazu auf einen aktiven Austausch mit unseren Partnerstädten und werden vor allem gemeinsam mit Schulen, Jugendverbänden und Vereinen Maßnahmen entwickeln, um miteinander in Kontakt zu kommen. Der Europatag im Mai wird jedes Jahr unter das Motto eines anderes EU-Landes gestellt, das sich dort präsentieren kann und dessen Beziehung zu Deutschland und Europa gewürdigt wird.
  • Der Tourismus ist durch die zahlreichen Touristinnen und Touristen, die jedes Jahr nach Bonn kommen, ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Wir brauchen neue Konzepte, wie wir die Stadt und ihre historischen wie kulturellen Schätze herausstellen und öffentlich sichtbar machen können und wie wir attraktive Mobilitätsmöglichkeiten für unsere Gäste schaffen.
  • Menschen mit Migrationshintergrund gehören seit jeher zu unserer Stadt. Daher werden wir ihre Integration aktiv erleichtern, indem wir Sprachkurse und Fortbildungsmaßnahmen in ausreichender Zahl anbieten, bei der Vermittlung in den Arbeitsmarkt unterstützen oder den Kontakt zu Sport-, Kultur- oder Nachbarschaftsvereinen erleichtern. Denn um zu gelingen, braucht Integration beide Seiten. Das passiert am besten durch Austausch.
  • Wir werden uns für das kommunale Wahlrecht aller in Bonn lebenden Bürgerinnen und Bürger einsetzen.
  • Wir stehen für ein weltoffenes Bonn und ein tolerantes Miteinander. Jedweder Form der Diskriminierung, Ausgrenzung oder des Rassismus stellen wir uns entschieden entgegen.
  • Die Stadt muss konsequent Projekte fördern, die sich gegen Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung und für Demokratie stark machen. Wir stellen uns entschieden gegen rechte Gewalt und Aktivitäten.
  • Gedenkstätten sind wichtige Orte einer lebendigen Erinnerungskultur. Als Stadt stehen wir in der Verantwortung, diese zu erhalten und damit verbundene Projekte, Aufklärungs- und Bildungsarbeit strukturell wie finanziell zu unterstützen. Wir unterstützen den Umzug der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus und werden sie Schülerinnen und Schülern frei zugänglich machen. Der Aufarbeitung der eigenen kolonialen Verantwortung ist indes zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit gewidmet worden. Wir wollen hier ansetzen und zusammen mit der Zivilgesellschaft eine entsprechende Erinnerungskultur etablieren.
  • Präventionsarbeit beginnt früh. Daher werden wir Programme wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ fördern und die Demokratieförderung sowie das Engagement gegen Rechts in allen Schulformen sowie in Vereinen, Verbänden oder Betrieben unterstützen.
  • Als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten kämpfen wir seit über 150 Jahren für die Demokratie. Wir werden daher niemals undemokratische Parteien als Mehrheitsbeschafferinnen akzeptieren – weder bei Personal- noch Sachfragen.
  • Wir leben in einem reichen und friedlichen Land. Die eigene historische Erfahrung lehrt uns aber, dass wir solidarisch mit jenen sein müssen, die fliehen müssen. Solange in unserer europäischen Nachbarschaft Gewalt und Vertreibung an der Tagesordnung sind, wissen wir um unsere Verantwortung und werden auch künftig bereit sein, Menschen in Not bei uns aufzunehmen.

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