Steuergelder kostenbewusst verwenden - Südtangente eine halbe Milliarde zu teuer

Veröffentlicht am 21.04.2016 in Verkehr

Binnaz Öztoprak, Ulrich Kelber MdB und Gabriele Zaun zum BVWP

Aus Anlass des Bundesverkehrswegeplans 2030 lud die Hardtberger SPD-Stadtverordnete Binnaz Öztoprak zum Informationsabend in die Kreuzbergschule in Lengsdorf ein. Der dreispurige Ausbau der Autobahn A565 und das wieder in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommene Bauprojekt Südtangente waren die zentralen Themen der gut besuchten Veranstaltung. Sie erläuterte das Planungs- und insbesondere das Beteiligungsverfahren und ermutigte die Anwohner und Gäste, sich noch bis zum 02. Mai 2016 aktiv beim Beteiligungsverfahren einzubringen.

"Wir begrüssen, dass unsere Autobahnen um Bonn entlastet werden sollen", so Öztoprak. "Jedoch ist es weder wirtschaftlich noch ökologisch zu argumentieren, warum vordringlich ein Neubauprojekt Südtangente für zusätzliche Kosten von über 650 Millionen Euro durch Wohn- und Naturschutzgebiete gepflastert werden soll, während die Autobahn A565 beim Tausendfüssler ohnehin vollständig saniert werden muss.

Die Sanierung ist bereits zusätzlich mit Kosten in Höhe einer Viertelmilliarde Euro im Plan aufgelistet. Angesichts unserer enormen Haushaltsverschuldung ist es gerade in Bonn unsere allererste Pflicht, wirtschaftlich verantwortungsvoll mit unseren Steuergeldern zu haushalten und zu sparen", erläuterte Öztoprak.

"Wir müssen uns das Ziel dieser Verkehrsplanung vor Augen halten: zwei Massnahmen von zusammen rund einer Milliarde Euro Kosten sollen den Verkehrsdurchfluss auf unseren Autobahnen um 50 Prozent erhöhen. Dafür wird jedoch ein verschwenderischer Stollen durch den Venusberg getrieben, Naturschutzgebiete werden verschandet und die Autobahn A565 wird darüberhinaus bei bleibender Enge vollsaniert.

Wird hingegen die Autobahn A565 bei der ohnehin fälligen Sanierung von zwei auf drei Fahrspuren erweitert, so wird der Verkehrsdurchfluss um die angepeilten 50 Prozent erhöht, und wir sparen unseren Steuerzahlern die Last von rund einer halben Milliarde Euro vermeidbarer Verschuldung durch ein Bauvorhaben Südtangente."

Als Gast begrüsste Binnaz Öztoprak den Bundestagsabgeorndenten Ulrich Kelber, der den Bundesverkehrswegeplan aus Bonner und aus Hardtberger Sicht erläuterte und den Anwohnern Rede und Antwort stand. Zentrales Thema war das Bauvorhaben der Südtangente durch Bau- und Naturschutzgebiete in Plittersdorf, Lengsdorf und zwischen Röttgen und Ückesdorf.

Noch bis zum 02. Mai 2016 können Eingaben zum Bundesverkehrswegeplan 2030 eingereicht werden:

Internetseite des Bundesverkehrsministeriums

http://www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrspolitik/Verkehrsinfrastruktur/Bundesverkehrswegeplan2030/StellungnahmeAbgeben/stellungnahme_node.html

 

Postadresse

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Referat G12
Invalidenstraße 44
D – 10115 Berlin
Stichwort "BVWP 2030"

 

 

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